Freitag, Juli 25, 2014
   
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Ausländeranteil in St. Pölten

12,5 % „Nicht-ÖsterreicherInnen“ in St. Pölten Auslnderanteil_in_St__Plten_1_2

Nachrichten St. Pölten: Eine österreichische Gratis-Tageszeitung titulierte am 12.10.11 in ihrer Niederösterreich-Ausgabe auf Seite 1: „St. Pölten: Schon 20% Ausländer. Alle neuen Zahlen für alle Bezirke.“ Auf Seite 6 wird dann in einem Ranking eine Reihung der Städte in den Bundesländern abgedruckt.

Die Stadtgemeinde reagierte mit nachstehender Aussendung darauf:
Die Statistik-Abteilung im Magistrat liefert auf Knopfdruck die tatsächlichen und richtigen Zahlen: In St. Pölten sind mit 13. Oktober 2011 52.160 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Davon haben 45.619 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft, 6.541 EinwohnerInnen der niederösterreichischen Landeshauptstadt sind Personen mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft. Das entspricht ein Prozentsatz von 12,5%. Der Anteil der fremdländischen Staatsbürger in der Stadt liegt daher ganz deutlich unter dem veröffentlichten Wert von 20%.

„Ich muss hier harte Worte finden“, erklärt Mag. Michael Putzenlechner, Leiter des Integrationsbüros im Rathaus: „Mit solchen Falschmeldungen wird ganz bewusst versucht, die Ausländerfeindlichkeit zu schüren. Warum St. Pölten auf die Titelseite kommt, wo doch andere Bezirke einen weit höheren Anteil haben, ist unklar. Scheinbar ist nicht bewusst, dass mit solchen Aktionen, erfolgreichen Integrationsprojekte empfindlich gestört werden. Derartige Beiträge werfen uns in der Arbeit zur Hebung der Akzeptanz gegenüber unseren MitbürgerInnen mit fremder Herkunft wieder um Monate zurück.“

Laut Putzenlechner werden in Zusammenhang mit dem Thema Integration oft Äpfel mit Birnen verglichen. Angaben über die Zahl von Personen mit Migrationshintergrund sind nur schwer zu treffen, denn ist die Staatsbürgerschaft einmal verleihen, gibt es verschiedene Definitionen des Begriffs „Migrationshintergrund“. Legt man diese Bezeichnung überhaupt erst in der nächsten oder übernächsten Generation ab? Man kann sich also nur an den messbaren Fakten orientieren und seröse Arbeit im Integrationsbereich leisten.

Zahlreiche Projekte zur Integration

Hier ein Überblick über die vielfältigen Projekte des Integrationsbüros: Eltern-Kind Café (Otto Glöckel-VS), Integrationsfußballturniere, 4 Interkulturelle MitarbeiterInnen, Deutschkurse für 50 Personen jährlich, Kooperationen: Elongó – Vernetzungsarbeit zw. Flüchtlingen und Aufnahmegesellschaft, Arbeitskreis Integration – Vernetzung von NGOs, Fremdsprachenbuchecke in der Stadtbücherei, „Heimatbild“ – Wie nur ich es sehe. Bewusstseinsbildende Fotoausstellung, Neuerscheinung der St. Pöltner Willkommensmappe Ende 2011.

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